Erster Eintrag - Schicksal
Tag 1
Eingetragen am 26 Tag im Tsamond 1043
Andergaster Grenzregion Albumin, Gut Himmelsstein
Die Suche nach meinem guten Freund Barlox, Gerox Sohn, erweist sich weiterhin als schwierig. Sein Steinkreis verlassen, vieles seiner Habe noch vor Ort. Selbst den Kindern des Waldes, den Vögeln und Wieseln und Füchsen ist keine Spur bekannt, die zu ihm führen würde. Doch ich spüre, das etwas den heilenden Schlaf der Urmutter erschüttert hat.
Meine Zirkel der Suche wurden größer und nun hatte ich die Ausläufer des Koschs erreicht. Und hier hörte ich es. Wie ein Donnerschlag auf gezwungenes Erz, lauter als es die Luft hätte tragen können drang mir der Laut des Amboss bis ins Herz, wo es mich ergriff und nicht mehr los lies. Und sofort wusste ich, dies war der Laut, der Sumu in Unruhe versetzte und dass das Verschwinden meines guten Freundes damit in Verbindung steht. Meinen Hain überlies ich schweren Herzen dem Schutz des Waldes und seiner Wächter und pflanzte zum Abschied gelbes Mottenkraut an den Fuß der alten Kastanie mit dem Schwur, bald zurück zu sein.
Ich fand auf der Reise die Feste eines Ritters, der laut den Bewohnern des angrenzenden Dorfes nachts den Sternen entlang durch die Wälder wanderte, doch seit einigen Monden schon nicht mehr zugegen war. Doch war der Bau nicht unbewohnt. Hier traf ich auf den Zwerg Agran Eisenwald, Verwalter des Guts und im Begriff zu heiraten. Auch er hatte den Schlag des Ambosses vernommen, in seinem Fall sogar in einem Traum, und einen Stein hatte er daraus mitgebracht. Einem Objekt, das man wohl an einem Ort namens Calbrozim verarbeitet.
Seine Braut Bertalinde war es, die mir nach meiner Vorstellung und Anliegen vom Fest am Schlund erzählte, wo die Völker der Zwerge das Fest des Neubeginns feiern. Vielleicht würde ich Barlox ja dort antreffen, auch wenn ich bezweifle dass er sich ohne ein Wort des Abschieds dorthin aufgemacht hätte. Doch viele Alternativen hatte ich nicht.
Neben Agran und seiner Braut lernte ich seine engsten Gefährten kennen: Dere, den Zauberer Andarion von Neersand und Banuq vom Ententeich. Sie luden mich ein, der Hochzeit beizuwohnen und bei der Gelegenheit den Geoden , der das Paar trauen sollte, in meiner Sache zu befragen.
Ich nahm dankend an und würde die alte Eiche um fruchtbare Erde und einen schützenden Segen über ihr darunter liegendes Heim im Namen der Urmutter bitten.