uhlfings-chroniken

Dritter Eintrag – Den großen Fluss hinab

Tage 10-14
Eingetragen am 18 Tag im Phexmond 1043
Den großen Fluss hinab, unbekannte Ortschaft hinter Twergenhausen

Der Geruch der Erde und das Fallen der Fichtennadeln bewegte mich dazu, mich der Gruppe anzuschließen, nicht ohne vorher jedoch meine Vorräte aufzufüllen. In der Zwischenzeit ließ ich einen grauen Ganter die Himmelssteine verfolgen, die bereits aufgebrochen waren und erst mit einer Kutsche und den Pferden und schließlich, am Großen Fluss angekommen, mit Flößen und Kähnen weiterreisten. Dabei stießen sie auf einen aggressiven Flussfisch, mit dem sie allerdings kurzerhand und auf höchst magische Weise fertig wurden. Mir gefiel, dass sie ihn anschließend in seiner Gänze verarbeitetet und an die umliegenden Dörfer verteilten.

Ich stieß in Albenhus, einer Stadt am großen Fluss, wieder zu ihnen. Hier heuerten wir am nächsten Tag,( nach einer Nacht im Gasthaus und in meinem und Banuqs Falle unter einer alten Kastanie etwas außerhalb,) bei einem Händler namens Arbel an, der Koschbasaltplatten nach Calbrozim transportierte und wegen einer Gegend names Opferschlucht Geleitschutz für sich und seine beiden Besatzungsmitglieder Jocasta und dem Schiffer gegen dortige Piraten benötigte. Hierfür schien Agran Eisenbart die geeignete Ein-Zwerg-Armee zu sein, die Andarion von Neersand geschickt verkaufte. Er war es auch, der mich schließlich dazu bewegte, auf das Unglücksgebilde namens Schiff zu steigen. Aber eine Gruppe, die die alte Nornim und den Eichkönig getroffen hatte, die Natur respektierte und sich obendrein mit Mindergeistern auskennt, kann man in einem gewissen Rahmen wohl vertrauen.

Von Albenhus ging es mit dem Schiff Talaria über Weidleth nach Twergenhausen. In der Zwischenzeit ärgerte man sich über ganz menschliche Dinge wie Stapelrechte, Städte-Bunde, Warenverkehr und Zölle. Als wären Schiffe nicht schon Ärger genug. Aber nichts, was etwas Farnfingerkraut und Andergaster Knaster nicht mindern könnten.

Während Agran Eisenbart und ich dem Rauch frönten und Andarion von Neersand entweder im Dachsegel schlief oder mit dem Händler unter Deck verschwand, entdeckte Banuq einen Falken, der uns auffällig beobachtete und dann wieder Richtung Opferschlucht verschwand. Unsere Vermutung lautet, dass diese Piraten, denen wir immer näher kamen, das Tier zum Ausspähen abgerichtet hatten. Wir treffen entsprechend Vorsichtsmaßnahmen, opfern den Überderischen für sicheres Geleit und verbringen die letzte Nacht vor der Opferschlucht in einem kleinen Örtchen, um die gefahrvolle Fahrt im Licht des nächsten Tages zu wagen.